Eigentlich ist doch alles gut…
Unsere Gesellschaft vermittelt uns, dass ein erfülltes Leben aus bestimmten Meilensteinen besteht. Eine Ausbildung, ein Beruf, eine Partnerschaft - vielleicht Kinder, vielleicht ein Haus. Doch was passiert, wenn wir all das erreicht haben und das Gefühl bleibt, dass etwas fehlt. «Eigentlich dürfte ich mich gar nicht so fühlen.» Diesen Satz höre ich immer wieder.
Sinn ist mehr als äussere Sicherheit
Es könnte daran liegen, dass wir mehr als nur äussere Sicherheit brauchen. Wir brauchen auch die Erfahrung von innerer Verbundenheit, von innerem Getragen sein. Verbindung zu uns selbst, zu anderen und zu dem eigenen Erleben. Wenn wir dauerhaft im Leistungs- und Funktionsmodus leben, verlieren wir häufig genau diesen Kontakt. Das Leben fühlt sich organisiert an, wir erhalten zwar Anerkennung, aber wir fühlen uns nicht mehr lebendig. Wir fühlen uns nicht mehr.
Eine Sinnkrise ist oft eine Einladung
Eine Sinnkrise kann ein Zeichen dafür sein, dass dein bisheriges Leben nicht mehr zu der Frau passt, die du heute bist. Wir entwickeln uns weiter, unsere Werte verändern sich. Vielleicht musst du den Sinn des Lebens gar nicht finden, vielleicht ist er nie verloren gegangen. Vielleicht liegt er unter all den Erwartungen, unter der Hektik, unter dem Funktionieren müssen.
Der Sinn ist selten etwas, was wir im Aussen entdecken, er zeigt sich dort, wo wir beginnen, mit uns selbst in Verbindung zu sein. Und vielleicht ist genau das der wichtigste Schritt auf dem Weg zurück in ein erfülltes Leben.